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Förderschwerpunkt Betriebliche Bildung

Förderschwerpunkt Betriebliche Bildung

Die Ausbildungsbereitschaft von Unternehmen und die Qualität der betrieblichen Bildung sind wichtige Voraussetzungen für eine attraktive und erfolgreiche berufliche Grundbildung. Mit dem Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung» fördert der Bund die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und die Optimierung der Qualität der Bildung im Lehrbetrieb, indem er das Thema sichtbar macht, Beteiligte für das Thema sensibilisiert, Akteure vernetzt und Projekte zur Verbesserung der betrieblichen Bildung finanziell unterstützt.

Der neue Förderschwerpunkt «Betriebliche Bildung» setzt sich aus folgenden Elementen zusammen: 

  • Information und Wissen bereitstellen 
    In den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt bestehen bereits zahlreiche Angebote und Projekte zur betrieblichen Bildung. Auch die Forschung hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Diese Informationen gilt es sichtbar und allen Verbundpartnern zugänglich zu machen. Bei Bedarf können auch Studien und weitere Abklärungen in Auftrag gegeben werden.  
  • Akteure vernetzen und Erfahrungsaustausch fördern 
    Zur Förderung der betrieblichen Bildung liegt ein reicher Fundus an Wissen und Erfahrungen vor. Durch den regelmässigen Austausch von guten Praktiken und Erfahrungen – wie z.B. Beratungsangebote der Lehraufsicht – entstehen neue Ideen und Initiativen.  
  • Projekte finanziell unterstützen 
    Das SBFI kann im Rahmen der Projektförderung Anschubfinanzierungen für neue Lehrstellenförderungs- sowie bildungsqualitätsfördernde Massnahmen leisten. Es stellt dazu in den Jahren 2026-2028 insgesamt 3 Mio. CHF bereit (verpflichtete Projekte können darüber hinaus laufen). Die Unterstützung richtet sich nach den Vorgaben der Projektförderung.  

Der Förderschwerpunkt wird von 2026-2028 durch das SBFI betrieben. 

Projektziel

Der Förderschwerpunkt stärkt die betriebliche Bildung, indem die Aktivitäten der Verbundpartner zur Optimierung der Qualität der betrieblichen Bildung verstärkt und die Ausbildungsbereitschaft gefördert werden. Dadurch werden die Vorteile der Ausbildung in der Praxis, die die Einzigartigkeit der Berufsbildung darstellt, intensiviert. Konsequenz davon ist eine Steigerung der Attraktivität der Berufsbildung. 

Projektstand

Das SBFI hat in einem ersten Schritt das Vorgehen zur Umsetzung des Förderschwerpunkts erarbeitet. Der Förderschwerpunkt soll die betriebliche Bildung stärken, Aktivitäten der Verbundpartner verstärken und erweitern und die Attraktivität der Berufsbildung steigern. Die Bundesmassnahmen zielen insbesondere darauf ab:

  • die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zu erhalten;
  • die Qualität der betrieblichen Bildung weiter zu stärken;
  • das Informations- und Beratungsangebot für Betriebe und Jugendliche zu optimieren;
  • die Weiterbildungsteilnahme der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner zu begünstigen;
  • die Lehrvertragsauflösungsquote zu senken. 

Vorgesehen ist, dass sich der Förderschwerpunkt auf vier Themen fokussiert:

  1. Stärkung der Lehraufsicht,
  2. Weiterbildung der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner,
  3. Begleitung der Jugendlichen und
  4. Optimierung der Rahmenbedingungen 

Auf der Grundlage der Vorarbeiten wird von Frühling bis Sommer 2026 der Förderschwerpunkt konzipiert. Das SBFI hat dazu das Beratungsunternehmen BSS Basel beauftragt. Insbesondere gilt es, den Förderschwerpunkt auf die Bedürfnisse der Kantone und OdA abzustimmen. Deshalb wird das SBFI in einem nächsten Schritt die Förderthemen und die Massnahmen einer Gruppe Akteuren aus der Praxis der Berufsbildung zur Beurteilung vorlegen. Ziel ist es, Themen und Massnahmen sowie die Förderkriterien mit dieser Gruppe zu spiegeln und zu schärfen. Basierend auf dieser Validierung wird das Umsetzungskonzept für das Projekt bis Ende August erstellt im Hinblick auf die definitive Lancierung per September 2026. Die TBBK ist in den Prozess eingebunden.

Weiterführende Informationen 

Träger 

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI